Die Private Krankenversicherung kann sich schon für Angestellte und Arbeiter mit mittlerem Einkommen lohnen. Der Grund hierfür ist, dass der Beitrag zur Privaten sich nach gewählten Leistungsumfang und nach dem Eintrittsalter richtet. Ferner werden die Beiträge unabhängig vom Einkommen des Versicherten berechnet, also nicht nach dem Verdienst, ein klarer Vorteil für gut verdienende Singles und kinderlose Ehepaare, wenn beide berufstätig sind. Bei Arbeitnehmern übernimmt auch hier der Arbeitgeber die Hälfte. Für Beamte zahlt die so genannte Beihilfe sogar bis zu 80 Prozent, so dass nur noch die Restkosten privat abgesichert werden müssen. Für viele ist der private Gesundheitsschutz deutlich preiswerter als die gesetzliche Krankenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Jahr 2011 bei 49.500 € jährlich. Wer als Arbeitnehmer also regelmäßig über 49.500 € verdient, berücksichtigt werden auch zusätzliche Monatsgehälter und das Weihnachtsgeld, sodass der Monatsverdienst sich dementsprechend verringert, kann sich in einer privaten Krankenversicherung versichern. Ein Vergleich Private Krankenversicherung und gesetzliche Krankenversicherung lohnt sich auf jeden Fall. Wer sich nicht privat versichern kann hat die Möglichkeit mit einer Krankenzusatzversicherung seinen Versicherungschutz zu verbessern.
Wenn Ihnen nun eines oder mehrere Vertragsangebote privater Krankenversicherer vorliegen, sollten Sie diese Unterlagen gründlich lesen, denn wichtige Vertragsbedingungen sind oft nur im Kleingedruckten der privat Krankenversicherung zu finden. Achten Sie beispielweise darauf, dass der Vertrag die Möglichkeit einer späteren Höherversicherung ohne erneuten ärztlichen Gesundheits-Check vorsieht: so können Sie Ihren Schutz jederzeit problemlos an gestiegene Bedürfnisse anpassen. Die Vertragsunterlagen geben auch Aufschluss darüber, wie stark der Versicherer am Anfang der Versicherungslaufzeit die Kostenbremse zieht: viele Unternehmen begrenzen die Kostenerstattung etwa für Brillen und Zahnersatz in den ersten Jahren, um zu verhindern, dass Patienten bereits vor Vertragsabschluss notwendig gewordene Leistungen bis zum Eintritt in die Private aufschieben und dadurch gleich zu Beginn hohe Kosten verursachen. Prüfen sollten Sie außerdem, ob der private Krankenversicherungen Versicherer schon im Vertrag ausdrücklich Maßnahmen zur Beitragsentlastung im Alter vorsieht so wird es später leichter, den Vertrag der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit anzupassen.
Mit der Wahl des Tarifs können Sie selbst über das Leistungsniveau, aber auch über die Höhe des monatlichen Beitrags zu Ihrer privaten Krankenversicherung entscheiden. Vor dem Vertragsabschluss sollten Sie sich im klaren sein, was Sie von Ihrem Versicherungsschutz erwarten und welchen Beitrag Sie dafür zahlen wollen.
Sie sollten überlegen, welche Leistungen Sie bei einem Klinikaufenthalt erwarten. Wer jung und gesund ist, muss selten ins Krankenhaus, oft
reicht deshalb das Zwei- oder Mehrbettzimmer in der Klinik ohne Chefarztbehandlung. Ähnliches gilt für den Zahntarif. Wer gute und gepflegte Zähne hat, braucht in aller Regel nicht mehr als 50 Prozent Erstattung für den Zahnersatz. Anhänger alternativer Heilverfahren sollten die Behandlung durch den Heilpraktiker absichern. Wer Vorzugsservice beim Arzt will, kann die Erstattung von Arztrechnungen auch oberhalb der Höchstsätze der ärztlichen Gebührenordnung vereinbaren. Außerdem sollten Sie entscheiden, ob Sie eine Selbstbeteiligung übernehmen wollen, um so Ihre Beiträge zu senken. Private Krankenversicherung Tarife mit Beitragsrückerstattung lohnen sich für alle, die nur selten krank sind und medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen nicht aber für Beamte oder Angestellte, da der Arbeitgeber sich nicht an den Selbstbeteiligungskosten beteiligt und Sie so diese Kosten aus eigener Tasche zahlen müssen.
Überschlagen Sie Ihre monatlichen Lebenshaltungskosten, denn die laufen weiter, auch wenn Sie arbeitsunfähig erkrankt sind. In dieser Höhe sollten Sie ein Krankentagegeld vereinbaren, das im Ernstfall Ihr Einkommen sichert.
Wer gut verdient, sollte überlegen, ob er es sich leisten kann, schlecht versichert zu sein. Ein Selbständiger, der länger krank ist, weil er nicht die bestmögliche Therapie in Anspruch nehmen kann durch eine Private Krankenversicherung, hat sicher falsch gehandelt.
Mit einer privaten Krankenversicherung kann man unter Umständen viel Geld sparen. Müssen Kinder und Ehepartner mitversichert werden, sollten Sie beide Krankenversicherungen, private und gesetzliche Krankenversicherung in die engere Wahl nehmen, denn in dieser Konstellation kann die gesetzliche Versicherung günstiger sein. Wird nur ein Partner samt Kindern versichert, weil der andere Partner selbst versichert ist, wird die private Versicherung trotz Kindern günstiger sein. Bei mehr als 3 Kindern verschiebt sich die Sache wieder.
In der privaten Krankenversicherung können Sie ihren Krankenversicherungsschutz so wählen, wie Sie es sich wünschen. Die Leistung guter Anbieter liegt auf deutlich höherem Niveau als bei den gesetzlichen Krankenkassen.